Über die Brauerei

Im Sommer 2012 kam das erste Interesse am selber brauen bei mir auf. Im gleichen Sommer konnte ich durch ein Praktikum in der Hausbrauerei Mollenhauer in Moringen mir das ganze aus der Nähe ansehen. Das hat so viel Spaß gemacht, dass ich 2013 anfing mit ein paar Freunden selbst zu brauen. Dabei wurden überwiegend hopfenaromatische Pale Ales gebraut, die uns sehr gut gefallen haben. Darauf folgte eine Braupause, die Anfang 2016 mit dem Kauf des Grainfathers beendet wurde. Seitdem brauen wir nur noch zu zweit als “Brauerei Flaschenpost” oder “Raketenbräu”.

Die Brauanlage
Im Kern der Brauanlage steht der Grainfather. Auch wenn man damit weitaus mehr Bier herstellen kann, werden in der Regel nur 18L Bier pro Sud produziert. Dies hängt mit der Größe der vorhandenen CC-Kegs zusammen, gelegentlich machen wir aber auch genug Bier für zwei CC-Kegs, indem wir eine stärkere Würze einbrauen und sie kurz vor der Gärung mit Wasser verdünnen (sog. High Gravity Brewing). Für Nachgüsse benutze ich den Grainfather Nachgusserhitzer.

Nach dem Kochen wird mit dem, beim Grainfather mitgelieferten, Gegenstromdurchlaufkühler auf Anstelltemperatur heruntergekühlt. Die Gärung findet dann in der Regel im einer 30L oder 50L Edelstahlgärkanne statt. Die Temperatur der Gärung wird nur gelegentlich gradgenau kontrolliert. Dazu wird dann die Lagerungstiefkühltruhe, die mit einem externen Thermostat meistens auf 5°C eingestellt ist, auf Wunschtemperatur eingestellt, was bisher nur bei untergärigen Bieren vorgenommen wurde. Obergärig wird je nach Wunschtemperatur im Keller (je nach Jahreszeit ca. 16-18°C) oder in bewohnten Räumen (20-24°C) vergoren.

Wenn die Gärung durch ist wird das Bier in 18L CC-Kegs gefüllt. Diese stehen dann, je nach aktuellem Zustand des Bieres, noch ein paar Tage bei Zimmertemperatur, damit die Hefe noch etwas hinter sich aufräumen kann (z.B. im Fall von Diacetyl oder Schwefelgeruch). Anschließend werden die Kegs für etwa 7-10 Tage an eine CO2-Flasche angeschlossen und auf 5°C heruntergekühlt, wodurch die Zwangskarbonisierung stattfindet.

Wenn das Bier fertig gelagert ist, wird es, je nachdem wie es serviert werden soll, mit einer Lindr Pygmy 25 gezapft oder mit einer Blichmann Beer Gun in Flaschen gefüllt.