#1709 Cookie Dude

Dieser Sud ist mal wieder etwas ganz besonderes. Zu Beginn stand aus einer Laune heraus der Gedanke, ein sehr intensives Bier zu brauen, das an American Chocolate Chip Cookies erinnert. Also schön keksig und schokoladig.
Dazu habe ich vor einigen Monaten bereits hier im Hobbybrauerforum um Expertise gebeten und sie auch erhalten. Am Ende der Überlegungen steht das Rezept, das ihr unten finden könnt. In diesem Bier kommen einige Besonderheiten zusammen. Zum einen arbeite ich hier das erste mal mit einigen neuen Malzen (Châteu Biscuit mit Schüttungsanteil oberhalb der empfohlenen maximalen 15%, Caraamber, Caraaroma) und es kommen auch einige selbst angeröstete Haferflocken in die Schüttung (im Ofen bei 150°C, ca 10-30min bis es leicht nach Haferkeksen riecht). Zum anderen ist dieses Bier auch das erste, bei dem ich Honig, Kakaobruch, Vanille, Eichenchips und Whiskey verwendet habe, ich werde unten aber auch ein paar nützliche Links zum Umgang mit diesen Materialien bereitstellen. Schlussendlich sollen Teile dieses Bieres ausgefroren und so zu einer Art Eisbock werden.

Rezept
Stammwürze: 20,7°P
Bitterkeit: 40 IBU
CO2-Gehalt: 5,0g/L

61% Pale Ale Malz
20% Châteu Biscuit Malz
8% selbstgeröstete Haferflocken, zart
7% Caraamber
3% Caraaroma
1% Carafa II

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#1701 Fraoch Beòir

Fraoch Beòir. Mir ist immer noch nicht ganz klar, wie man das eigentlich richtig ausspricht. Jedenfalls ist es schottisches Gälisch und lässt sich als „Heide Bier“ übersetzen. Die Geschichte dieses Bieres ist sehr spannend und sie ist auch Gegenstand von Mythen und Legenden. Eine davon wurde sogar im 19. Jahrhundert in ein Gedicht gebracht, das ihr unter den üblichen Informationen zu diesem Sud finden könnt.
Jedenfalls gibt es mittlerweile einzelne Brauereien, die sich an dieses sagenumwobene Bier heranwagen. Und genau das war der Plan: ein Ale zu brauen, dass als schottisches Heideblüten-Ale daherkommt.
In diesem Bier wird zur Abwechslung mal der Hopfen nur eine sehr geringe Rolle spielen. Läppische 12 IBU kommen hier nur vom Hopfen. Tatsächlich kann es aber trotzdem bitterer werden, denn es wird Gagel (Myrica Gale) verwendet, ein klassisches Kraut, das in keiner Gruut (mittelalterliche Kräutermischung für Bier) fehlen durfte. Dieser Gagel soll selbst auch Bittere und weiteren  Geschmack beitragen. Dazu gesellen sich dann noch die Heideblüten, die hoffentlich auch deutlich zu schmecken sein werden. Man darf gespannt sein.

Rezept
Stammwürze: 12,5°P
Bitterkeit: 12 IBU
CO2-Gehalt: 5,5 g/L

75% Pale Ale Malz
15% Weizenmalz, hell
10% Carared

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