#1803 Capsumel

…der dritte und letzte Ansatz vor dem Irlandaufenthalt soll ein leichter Capsumel werden. Capsumel bedeutet, dass in diesem Ansatz Chilis verwendet werden (Capsaicin ist die Substanz, die den Eindruck von Schärfe auslößt). Dafür wird zuerst ein leichter Met hergestellt und anschießend ein Extrakt aus Chilis. Dies hat den Vorteil, dass man leichter den gewünschten Grad an Schärfe und Chiliaroma einstellen kann, ohne gleich einen ganzen Ansatz zu riskieren.

Rezept:
Das Grundrezept für den Met entspricht dem #1801 Session Met
16,1L Wasser
2,9Kg Honig
Hefenahrung nach Anweisung für Wein
1Pk Safale US-05

Mit etwa 10,8°P wurde dieser Ansatz bei 20°C Raumtemperatur angestellt.

Wenn die Gärung abgeschlossen ist, werden Chilis gewaschen, kleingeschnitten und anschließend mit einem neutralen hochprozentigen Getränk wie Vodka übergossen, so dass sie vollständig bedeckt sind. Die Aromastoffe und das Capsaicin gehen mit der Zeit im Alkohol in Lösung und nach etwa einer Woche werde ich ein paar hundert Milliliter Met abmessen und vorsichtig Teile des Extrakts beigeben. Schlussendlich wird hochskaliert und die Errechnete Menge des Extrakts zum Rest des Mets ins Keg gegeben.
Ich werde vermutlich Rawit Chilis verwenden, da sie einfach zu erhalten sind. Eventuell entscheide ich mich da aber bis es soweit ist auch noch um.

Ein paar interessante Links zum arbeiten mit Chilis:

http://www.homebrewing.com/articles/chile-beer/
http://blog.mrbeer.com/brew-chile-peppers/

#1801 Session Mead

Das Jahr 2018 wird mit drei Metansätzen begonnen, da ich einige Monate in Irland unterwegs bin und daher nicht dazu komme, zuhause zu brauen. Während des Aufenthalts bekommt die Hefe dann genügend Zeit ordentlich durchzugären und schon mal mit der Reifung zu beginnen. Ich hoffe, dass sie dabei noch nicht frühzeitig mit der autolysiert, bevor ich zurück komme um die Ansätze von der Hefe zu nehmen. Die verwendete Honigsorte ist bei allen dreien die selbe, da ich davon noch ein paar Kilo da hatte und auch froh war sie zu verarbeiten bevor es wieder warm wird. Dabei handelt es sich um den selben Frühlingshonig, der auch beim #1714 Rubamel zum Einsatz kam.

Bei diesem Ansatz wollte ich einen Met machen, den man zum Beispiel wie einen normalen Cider trinken kann. Er soll also um die 4-5% Alkohol und und ansprechende Karbonisierung haben. Dementsprechend habe ich dem Ansatz nur so viel Honig beigegeben, bis die Stammwürze etwa 11°P war. Da mir der Charakter meines Ciders gefiel, habe ich in diesem Fall ebenfalls auf die Safale US-05 Hefe zurückgegriffen anstelle einer Weinhefe. Konkret sah das ganze aus wie folgt:

Rezept
Für ca 19L (damit 1L im Gärfass zurückbleiben kann und trotzdem ein 18L Keg befüllt werden kann)
ca. 16,1L Wasser
ca. 2,9kg Honig
Hefenahrung nach Anweisung für Wein
1Pk Safale US-05

Der Met wurde mit ca 10,8°P bei 20°C Zimmertemperatur angestellt.
Geplant ist ausserdem ihn mit ca 6-6,5g CO2 pro Liter zu karbonisieren und so ein erfrischendes Getränk zu bereiten.

#1713 Richtiges Leben in Flaschen

Bei diesem Sud wird wieder einmal auf ein erprobtes Rezept anderer Leute zurückgegriffen. Diesmal wird es ein Bier, bei dem sich Imperial Stout und IPA treffen. Man könnte es stilistisch als Imperial Black IPA bezeichnen. Das Originalrezept trägt den Namen “Dark Impact” und wird vom Stil her außer Kategorie sortiert. Es verspricht “Comet Hopfenfeuerwerk trifft Röstmalz” und darauf kann man sich ja freuen.

Den Beschreibungen anderer Hobbybrauer zufolge, soll es eine leckere Mischung aus Schoko- und Kaffenoten mit Blaubeere und Vanille mit einem cremigen Mundgefühl sein.

Der Name dieses Raketenbräu-Sudes bezieht sich auf ein Zitat von Adorno. Im Original heißt es “Es gibt kein richtiges Leben im Falschen” und er zielt nicht auf Förderung von Alkoholismus ab.

Rezept
Stammwürze: 22°P (es sind am Ende nur 20°P geworden)
Bitterkeit: 85 IBU
CO2-Gehalt: 5,5g/L

71,4% Pilsener Malz
14,3% Münchner Malz, Hell
7,1% Weizenmalz, hell
4,3% Carafa II
2,9% Caraaroma

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#1705 Callista IPA

Das hier ist dann der zweite in der Sechser-IPA-Reihe. Wie bereits im Übersichtspost geschrieben, handelt es sich beim Callista Hopfen um eine Sorte, die erst seit 2016 auf dem Markt ist. Er soll fruchtige Noten von Orange, Mandarine, Maracuja oder Ananas ins Bier bringen (Bayrischen Landesanstalt für Landwirtschaft).

Rezept:
Stammwürze: 15,5°P
Bitterkeit: 70 IBU
CO2-Gehalt: 5,5g/Liter

92% Pale Ale Malz
8% Carahell

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#1704,5 Sorachi Ace Cider

Wieder ein Sud mit einer halben Nummer, wieder ein Cider. Da ich leider aus Zeitgründen doch diese Woche keinen Brautag schaffe, habe ich einen anderen Weg gefunden um das Gärfass nicht ungenutzt stehen zu lassen – und das auch noch bei minimalem Reinigungsaufwand.

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#1704 Hallertauer Sorachi Ace IPA

Mit diesem Sud beginnt dann die Sechser-IPA-Reihe. Der Hallertauer Sorachi Ace ist, wie bereits im Übersichtspost geschrieben, eine eigentlich nicht existente Hopfensorte, da sie offiziell nicht in Deutschland angebaut wird. Das “Original” aus den USA soll aber ein ganz spezielles Aroma ins Bier bringen, nämlich „starkes Lemonaroma, Kokos“ (HdW) oder „Kinderpunsch, Litschi, überreife Orange, Orange, Ingwer, Zitronengras“ (Barth-Haas).

Rezept:
Stammwürze: 15,5°P
Bitterkeit: 70 IBU
CO2-Gehalt: 5,5g/Liter

92% Pale Ale Malz
8% Carahell

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#1703 Prittbräu

Dieser Sud wurde mit ein paar Freunden gebraut, die sonst nicht mitbrauen. Der ungewöhnliche Name ist an einem von ihnen ausgerichtet. Das Bier ist aber eigentlich eher ein Pale Ale, wobei es schwierig ist es hier in eine klassische Schublade einzusortieren. Die Schüttung ist eher englisch gehalten, während Hopfen und Hefe aus den USA stammen.

Zu diesem Rezept wurde ich inspiriert, als ich auf der Berlin Beer Week 2016 in einem teilnehmenden Lokal ein richtig leckeres Bier probieren durfte und anschließend mit dem bereits angetrunkenen (polnischen?) Brauer übers Rezept sprechen konnte. Da die Angaben recht wage wahren (“viel hiervon, ein bisschen davon, …”) habe ich einfach mal geschätzt, wie es vlt. gewesen sein könnte. Das Ergebnis ist dann folgendes:

Rezept:
Stammwürze: 12,5°P
Bitterkeit: 35 IBU
CO2-Gehalt: 5,0g/Liter

75% Maris Otter Malz
20% Weizenmalz
5% Crystal Malz (low color)

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India Pale Ale Testreihe

Um ein paar mehr Hopfensorten kennenzulernen werden demnächst sechs Sude IPAs gebraut werden, deren Rezeptur sich in allen Bereichen außer dem Hopfen gleichen. Dabei habe ich versucht ausschließlich Single Hop Biere zu planen, was manchmal aber an der Verfügbarkeit des Hopfen scheiterte. Außerdem habe ich teilweise die geplanten Hopfengaben verändert, nachdem der Hopfen bereits bestellt wurde, was nun in unterschiedlichen Mengen “Resthopfen” resultierte. Da ich da aber keine Lust auf übrigen Hopfen habe, werden entsprechend die Whirlpool- und Stopfhopfenmengen erhöht.

Die Hopfensorten sind…
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