#1804 M-Alt

Nachdem ich die meiste Zeit meiner Braukarriere damit verbracht habe Biere zu brauen, die man in Deutschland nicht so einfach findet, habe ich mit der Zeit auch immer mehr deutsche Bierstile auf meine Liste gesetzt. Nun, da ich bei Third Barrel Brewing in Dublin ein dreimonatiges Praktikum absolviere, ermöglichen mir die Brauer dort auf ihrer “kleinen” 100L Anlage einige der Rezepte zu brauen, die sich so mittlerweile auf meiner Liste angesammelt haben. Die Rezepte werden auch mit dem Fokus auf den irischen Markt ausgewählt – wäre ja schön, wenn ich der Brauerei auch was bleibendes hinterlassen könnte.

Der erste meiner Sude hier wird nun ein Altbier. Zum einen deswegen, weil die Brauerei in ihrem Portfolio den Fokus auf hopfige Biere legt und da vielleicht gelegentlich ein malzigeres nicht schaden könnte. Zum anderen, weil meine Erzählungen von Altbierbowle die Neugierde der Brauer geweckt hat. Nun ist Altbier nicht gerade ein Stil der in Göttingen oft anzutreffen ist, deswegen bin ich auch besonders gespannt wie dieses nun tatsächlich wird. Das Rezept basiert auf dem beliebten Schumacher Altbier Rezept von Tauroplu.

Rezept:
Stammwürze: 12°P
Bitterkeit: 33IBU
CO2-Gehalt: 5,0 g/L

64% Wiener Malz
18% Münchner Malz I
10% Caramünch II
4% Biscuit
2% Melanoidin Malz
2% Carafa Spezial II „#1804 M-Alt“ weiterlesen

#1715 Göttinger IPA

Es gibt eine große Anzahl an Subkategorien des beliebten India Pale Ales. Da sind englische, amerikanische, belgische, helle, dunkle, doppelte und dreifache, und die meisten haben auch noch weitere Unterkategorien wie man am amerikanischen Westcoast-, Eastcoast- oder dem New England IPA sehen kann.
Da dachte ich mir, warum eigentlich nicht mal ein IPA entwerfen, dass zu dem Ort gehört, in dem ich lebe und braue. Ich bin ein großer Freund verschiedener Westcoast IPAs, weshalb die Hopfengaben daran angelehnt sind. Anstelle der beliebten fruchtigen typischen Hopfensorten dieses Stils will ich es aber mit den deutschen Hopfensorten Spalter Spalt und Spalter Select einbrauen. Für den regionalen Bezug werden darüber hinaus ein paar leckere Kräuter beigegeben, die zwar nicht nur in der Nähe Göttingens wachsen, aber doch auch. Es handelt sich dabei um Blüten von Schafgarbe, Mädesüß, Heide und Holunder
Vom Maischeprogramm her soll es trotz der höheren Stammwürze eher schlanker werden und als Hefe habe ich eine deutsche Kölschhefe ausgewählt.
Die Diskussion im Hobbybrauerforum zu diesem Rezept befindet sich hier.

Rezept:
Stammwürze: 16°P
Bitterkeit: 50 IBU
CO2-Gehalt: 5,5g/L

90% Pilsner Malz
5% Carapils
5% Haferflocken (zart)

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