#1701 Fraoch Beòir

Fraoch Beòir. Mir ist immer noch nicht ganz klar, wie man das eigentlich richtig ausspricht. Jedenfalls ist es schottisches Gälisch und lässt sich als „Heide Bier“ übersetzen. Die Geschichte dieses Bieres ist sehr spannend und sie ist auch Gegenstand von Mythen und Legenden. Eine davon wurde sogar im 19. Jahrhundert in ein Gedicht gebracht, das ihr unter den üblichen Informationen zu diesem Sud finden könnt.
Jedenfalls gibt es mittlerweile einzelne Brauereien, die sich an dieses sagenumwobene Bier heranwagen. Und genau das war der Plan: ein Ale zu brauen, dass als schottisches Heideblüten-Ale daherkommt.
In diesem Bier wird zur Abwechslung mal der Hopfen nur eine sehr geringe Rolle spielen. Läppische 12 IBU kommen hier nur vom Hopfen. Tatsächlich kann es aber trotzdem bitterer werden, denn es wird Gagel (Myrica Gale) verwendet, ein klassisches Kraut, das in keiner Gruut (mittelalterliche Kräutermischung für Bier) fehlen durfte. Dieser Gagel soll selbst auch Bittere und weiteren  Geschmack beitragen. Dazu gesellen sich dann noch die Heideblüten, die hoffentlich auch deutlich zu schmecken sein werden. Man darf gespannt sein.

Rezept
Stammwürze: 12,5°P
Bitterkeit: 12 IBU
CO2-Gehalt: 5,5 g/L

75% Pale Ale Malz
15% Weizenmalz, hell
10% Carared

„#1701 Fraoch Beòir“ weiterlesen

#1606 Solarenergie

Ein neuer Brautag – ein neues Rezept. Diesmal eigentlich eher ein Sommerbier. Aber da wir uns das schon seit dem Sommer vorgenommen haben, wirds halt im November gebraut und im Winter getrunken. Basis dieses Rezeptes ist das im Hobbybrauer-Forum beliebte „Samba Pale Ale„, das von einem User des alten Forums, mit Namen „Samba und Bier“, in Brasilien entwickelt wurde.
Schaut man sich die Rezeptvorlage an, wird schnell klar, dass es sich hier um ein helles Pale Ale mit vier verschiedenen Getreidesorten (Gerste, Weizen, Mais, Hafer) handelt. Im Zuge der Vorbereitung auf den Brautag habe ich mich im Forum gut über die Getreideformen informiert, die ich noch nie verwendet habe. Dabei stellte sich heraus, dass man bei der Verwendung von Polenta gut acht geben muss, dass man welche mit kurzer Kochzeit (15 min oder kürzer) nimmt, da man sonst leicht Gefahr läuft sehr lange maischen zu müssen um einen Blausud und Läuterprobleme zu vermeiden. Ich habe nach Empfehlung dazu die Polenta von Alnatura verwendet, da sie außerdem noch einen relativ geringen Fettanteil hat, was der Schaumstabilität gut tut.
Das Rezept wurde mit dem Kleinen Brauhelfer auf 50% High Gravity kalkuliert, so dass am Ende nach Verdünnen mit stillem Wasser 36L bei 13°P mit entsprechender Hopfung herauskommen sollten, was deutlich über der eigentlichen Ausschlagmenge des Grainfathers liegt.
Absichtliche Rezeptveränderungen sind die Erhöhung der Bittere auf 30 statt 20 IBU und eine weitere Hopfengabe in Form von 100g Citra Dolden nach Ablauf der Hauptgärung ins Gärgefäß. Versehentliche Änderung ist das Vergessen der 3% helles Caramalz.

Rezept
Stammwürze: 13°P
Bitterkeit: 30 IBU
CO2-Gehalt: 5,5 g/L

68,1% Pilsner Malz
13,6% Weizenmalz, hell
9,1% Polenta (Alnatura)
3,4% Cornflakes
3,0% Cara hell
2,8% Haferflocken (Kölln, Blütenzart)

„#1606 Solarenergie“ weiterlesen