#1704,5 Sorachi Ace Cider

Wieder ein Sud mit einer halben Nummer, wieder ein Cider. Da ich leider aus Zeitgründen doch diese Woche keinen Brautag schaffe, habe ich einen anderen Weg gefunden um das Gärfass nicht ungenutzt stehen zu lassen – und das auch noch bei minimalem Reinigungsaufwand.

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Ein Jahr Grainfather – Zwischenfazit

Nach einem Jahr und zehn Suden mit dem Grainfather möchte ich in diesem Beitrag meine Erfahrung mit dem Gerät darlegen und auch gleichzeitig ein paar Tips für den Umgang mit dem guten Stück geben.

Allgemein
Endlich nicht mehr selbst rühren, das war einer der Hauptgründe, dass ich mich für den Grainfather entschieden habe. Die Pumpe, die da an meiner Stelle arbeitet, habe ich glücklicherweise in der ganzen Zeit auch noch nie verstopft, ein Problem das ich bei meinem Praktikum bei der Hausbrauerei Mollenhauer bei einem damaligen Modell von Speidels 50L Braumeister miterleben konnte. Das Konzept mit dem Malzkorb ist sicher im Grunde vom Braumeister abgekupfert, funktioniert aber dennoch tadellos (hier wird das Wasser andersherum durch das Malz bewegt). Im Endeffekt führt das auch zu einem Gerät, das sich platzsparend lagern lässt, und keine weiteren Gefäße zum Läutern erfordert. „Ein Jahr Grainfather – Zwischenfazit“ weiterlesen

#1704 Hallertauer Sorachi Ace IPA

Mit diesem Sud beginnt dann die Sechser-IPA-Reihe. Der Hallertauer Sorachi Ace ist, wie bereits im Übersichtspost geschrieben, eine eigentlich nicht existente Hopfensorte, da sie offiziell nicht in Deutschland angebaut wird. Das “Original” aus den USA soll aber ein ganz spezielles Aroma ins Bier bringen, nämlich „starkes Lemonaroma, Kokos“ (HdW) oder „Kinderpunsch, Litschi, überreife Orange, Orange, Ingwer, Zitronengras“ (Barth-Haas).

Rezept:
Stammwürze: 15,5°P
Bitterkeit: 70 IBU
CO2-Gehalt: 5,5g/Liter

92% Pale Ale Malz
8% Carahell

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#1703 Prittbräu

Dieser Sud wurde mit ein paar Freunden gebraut, die sonst nicht mitbrauen. Der ungewöhnliche Name ist an einem von ihnen ausgerichtet. Das Bier ist aber eigentlich eher ein Pale Ale, wobei es schwierig ist es hier in eine klassische Schublade einzusortieren. Die Schüttung ist eher englisch gehalten, während Hopfen und Hefe aus den USA stammen.

Zu diesem Rezept wurde ich inspiriert, als ich auf der Berlin Beer Week 2016 in einem teilnehmenden Lokal ein richtig leckeres Bier probieren durfte und anschließend mit dem bereits angetrunkenen (polnischen?) Brauer übers Rezept sprechen konnte. Da die Angaben recht wage wahren (“viel hiervon, ein bisschen davon, …”) habe ich einfach mal geschätzt, wie es vlt. gewesen sein könnte. Das Ergebnis ist dann folgendes:

Rezept:
Stammwürze: 12,5°P
Bitterkeit: 35 IBU
CO2-Gehalt: 5,0g/Liter

75% Maris Otter Malz
20% Weizenmalz
5% Crystal Malz (low color)

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India Pale Ale Testreihe

Um ein paar mehr Hopfensorten kennenzulernen werden demnächst sechs Sude IPAs gebraut werden, deren Rezeptur sich in allen Bereichen außer dem Hopfen gleichen. Dabei habe ich versucht ausschließlich Single Hop Biere zu planen, was manchmal aber an der Verfügbarkeit des Hopfen scheiterte. Außerdem habe ich teilweise die geplanten Hopfengaben verändert, nachdem der Hopfen bereits bestellt wurde, was nun in unterschiedlichen Mengen “Resthopfen” resultierte. Da ich da aber keine Lust auf übrigen Hopfen habe, werden entsprechend die Whirlpool- und Stopfhopfenmengen erhöht.

Die Hopfensorten sind…
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#1702 Galaxy Pond Pale Ale – ESB Edition

Das Galaxy Pond Pale Ale aus dem Jahr 2016 war so ein leckeres Bier, dass es dieses Jahr auch gebraut werden sollte. Das Rezept ist im Grunde das gleiche, es gibt jedoch ein paar Veränderungen. Zum einen wurde die Hopfenmenge leicht erhöht und zum anderen wird eine andere Hefe verwendet. Die WLP002 hatte einen sehr guten Job gemacht, aber aus verschiedenen Überlegungen wollten wir diesmal mit einer Trockenhefe arbeiten. Auf verschiedenen Webseiten wurde zum Markteintritt der Danstar London ESB 2016 gemutmaßt, dass es sich hierbei um den gleichen Hefestamm handeln würde, was jedoch widerlegt wurde. Dennoch haben die Diskussionen Interesse an dieser Hefe geweckt und so soll sie mal an den nächsten Sud Galaxy Pond Pale Ale.

Rezept:
Stammwürze: 13,4°P
Bitterkeit: 43 IBU
CO2-Gehalt: 5,1g/Liter

90% Pale Ale Malz
8% Caramünch
2% Carapils
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#1701 Fraoch Beòir

Fraoch Beòir. Mir ist immer noch nicht ganz klar, wie man das eigentlich richtig ausspricht. Jedenfalls ist es schottisches Gälisch und lässt sich als “Heide Bier” übersetzen. Die Geschichte dieses Bieres ist sehr spannend und sie ist auch Gegenstand von Mythen und Legenden. Eine davon wurde sogar im 19. Jahrhundert in ein Gedicht gebracht, das ihr unter den üblichen Informationen zu diesem Sud finden könnt.
Jedenfalls gibt es mittlerweile einzelne Brauereien, die sich an dieses sagenumwobene Bier heranwagen. Und genau das war der Plan: ein Ale zu brauen, dass als schottisches Heideblüten-Ale daherkommt.
In diesem Bier wird zur Abwechslung mal der Hopfen nur eine sehr geringe Rolle spielen. Läppische 12 IBU kommen hier nur vom Hopfen. Tatsächlich kann es aber trotzdem bitterer werden, denn es wird Gagel (Myrica Gale) verwendet, ein klassisches Kraut, das in keiner Gruut (mittelalterliche Kräutermischung für Bier) fehlen durfte. Dieser Gagel soll selbst auch Bittere und weiteren  Geschmack beitragen. Dazu gesellen sich dann noch die Heideblüten, die hoffentlich auch deutlich zu schmecken sein werden. Man darf gespannt sein.

Rezept
Stammwürze: 12,5°P
Bitterkeit: 12 IBU
CO2-Gehalt: 5,5 g/L

75% Pale Ale Malz
15% Weizenmalz, hell
10% Carared

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#1606 Solarenergie

Ein neuer Brautag – ein neues Rezept. Diesmal eigentlich eher ein Sommerbier. Aber da wir uns das schon seit dem Sommer vorgenommen haben, wirds halt im November gebraut und im Winter getrunken. Basis dieses Rezeptes ist das im Hobbybrauer-Forum beliebte “Samba Pale Ale“, das von einem User des alten Forums, mit Namen “Samba und Bier”, in Brasilien entwickelt wurde.
Schaut man sich die Rezeptvorlage an, wird schnell klar, dass es sich hier um ein helles Pale Ale mit vier verschiedenen Getreidesorten (Gerste, Weizen, Mais, Hafer) handelt. Im Zuge der Vorbereitung auf den Brautag habe ich mich im Forum gut über die Getreideformen informiert, die ich noch nie verwendet habe. Dabei stellte sich heraus, dass man bei der Verwendung von Polenta gut acht geben muss, dass man welche mit kurzer Kochzeit (15 min oder kürzer) nimmt, da man sonst leicht Gefahr läuft sehr lange maischen zu müssen um einen Blausud und Läuterprobleme zu vermeiden. Ich habe nach Empfehlung dazu die Polenta von Alnatura verwendet, da sie außerdem noch einen relativ geringen Fettanteil hat, was der Schaumstabilität gut tut.
Das Rezept wurde mit dem Kleinen Brauhelfer auf 50% High Gravity kalkuliert, so dass am Ende nach Verdünnen mit stillem Wasser 36L bei 13°P mit entsprechender Hopfung herauskommen sollten, was deutlich über der eigentlichen Ausschlagmenge des Grainfathers liegt.
Absichtliche Rezeptveränderungen sind die Erhöhung der Bittere auf 30 statt 20 IBU und eine weitere Hopfengabe in Form von 100g Citra Dolden nach Ablauf der Hauptgärung ins Gärgefäß. Versehentliche Änderung ist das Vergessen der 3% helles Caramalz.

Rezept
Stammwürze: 13°P
Bitterkeit: 30 IBU
CO2-Gehalt: 5,5 g/L

68,1% Pilsner Malz
13,6% Weizenmalz, hell
9,1% Polenta (Alnatura)
3,4% Cornflakes
3,0% Cara hell
2,8% Haferflocken (Kölln, Blütenzart)

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#1605 Goldener Oktober

Nach einer längeren Sommerpause, nach der jetzt auch wieder eine ganze Menge Platz in der Kühlung für neues Selbstgebrautes ist, geht es also endlich wieder los mit Brauen. Dieser Sud ist gleich in doppelter Hinsicht neu für mich, da er erstens mit selbst angebautem Hopfen gebraut und zweitens untergärig vergoren wird. Es soll ein schöner, goldener Erntebock werden, dessen Bitterung durch gekauften Hopfen erfolgt (die Bestimmung der Alphasäure im eigenen Hopfen ist zu aufwending). Damit der Geschmack des eigenen Hopfens aber so richtig schön zur Schau getragen wird, werde ich 5g pro Liter in den Whirlpool geben sobald er 80°C hat. Es handelt sich übrigens um Cascade.

Rezept
Stammwürze: 16°P
Bitterkeit: 33 IBU
CO2-Gehalt: 5,5 g/L

80% Pilsner Malz
20% Münchner Malz TypI

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#1604 They’re Minerals! Jesus, Marie!

Da sich das #1 Galaxy Pond Pale Ale so langsam dem Ende neigt und schön hopfige Ales zu den definitiven Favorites gehören, geht der vierte Sud wieder in diese Richtung. Inspiriert vom unglaublich leckeren 5am Saint von Brewdog (Rezept im DIY Dog veröffentlicht) haben wir diesmal ein Bier gebraut, das just for the heck of it nur Hopfensorten beinhaltet, deren Namen nach Edelsteinen oder klingen. Und das erinnerte gleich an Breaking Bad, deshalb der Name.

Rezept:
Stammwürze: 12,5°P
Bitterkeit: 30 IBU
CO2-Gehalt: 5,5 g/L

60% Pilsner Malz
15% Cara Hell
15% Münchner Malz
7% Brewferm Cara-Crystal
3% Caraaroma

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