#1702 Galaxy Pond Pale Ale – ESB Edition

Das Galaxy Pond Pale Ale aus dem Jahr 2016 war so ein leckeres Bier, dass es dieses Jahr auch gebraut werden sollte. Das Rezept ist im Grunde das gleiche, es gibt jedoch ein paar Veränderungen. Zum einen wurde die Hopfenmenge leicht erhöht und zum anderen wird eine andere Hefe verwendet. Die WLP002 hatte einen sehr guten Job gemacht, aber aus verschiedenen Überlegungen wollten wir diesmal mit einer Trockenhefe arbeiten. Auf verschiedenen Webseiten wurde zum Markteintritt der Danstar London ESB 2016 gemutmaßt, dass es sich hierbei um den gleichen Hefestamm handeln würde, was jedoch widerlegt wurde. Dennoch haben die Diskussionen Interesse an dieser Hefe geweckt und so soll sie mal an den nächsten Sud Galaxy Pond Pale Ale.

Rezept:
Stammwürze: 13,4°P
Bitterkeit: 43 IBU
CO2-Gehalt: 5,1g/Liter

90% Pale Ale Malz
8% Caramünch
2% Carapils
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#1701 Fraoch Beòir

Fraoch Beòir. Mir ist immer noch nicht ganz klar, wie man das eigentlich richtig ausspricht. Jedenfalls ist es schottisches Gälisch und lässt sich als „Heide Bier“ übersetzen. Die Geschichte dieses Bieres ist sehr spannend und sie ist auch Gegenstand von Mythen und Legenden. Eine davon wurde sogar im 19. Jahrhundert in ein Gedicht gebracht, das ihr unter den üblichen Informationen zu diesem Sud finden könnt.
Jedenfalls gibt es mittlerweile einzelne Brauereien, die sich an dieses sagenumwobene Bier heranwagen. Und genau das war der Plan: ein Ale zu brauen, dass als schottisches Heideblüten-Ale daherkommt.
In diesem Bier wird zur Abwechslung mal der Hopfen nur eine sehr geringe Rolle spielen. Läppische 12 IBU kommen hier nur vom Hopfen. Tatsächlich kann es aber trotzdem bitterer werden, denn es wird Gagel (Myrica Gale) verwendet, ein klassisches Kraut, das in keiner Gruut (mittelalterliche Kräutermischung für Bier) fehlen durfte. Dieser Gagel soll selbst auch Bittere und weiteren  Geschmack beitragen. Dazu gesellen sich dann noch die Heideblüten, die hoffentlich auch deutlich zu schmecken sein werden. Man darf gespannt sein.

Rezept
Stammwürze: 12,5°P
Bitterkeit: 12 IBU
CO2-Gehalt: 5,5 g/L

75% Pale Ale Malz
15% Weizenmalz, hell
10% Carared

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#1606 Solarenergie

Ein neuer Brautag – ein neues Rezept. Diesmal eigentlich eher ein Sommerbier. Aber da wir uns das schon seit dem Sommer vorgenommen haben, wirds halt im November gebraut und im Winter getrunken. Basis dieses Rezeptes ist das im Hobbybrauer-Forum beliebte „Samba Pale Ale„, das von einem User des alten Forums, mit Namen „Samba und Bier“, in Brasilien entwickelt wurde.
Schaut man sich die Rezeptvorlage an, wird schnell klar, dass es sich hier um ein helles Pale Ale mit vier verschiedenen Getreidesorten (Gerste, Weizen, Mais, Hafer) handelt. Im Zuge der Vorbereitung auf den Brautag habe ich mich im Forum gut über die Getreideformen informiert, die ich noch nie verwendet habe. Dabei stellte sich heraus, dass man bei der Verwendung von Polenta gut acht geben muss, dass man welche mit kurzer Kochzeit (15 min oder kürzer) nimmt, da man sonst leicht Gefahr läuft sehr lange maischen zu müssen um einen Blausud und Läuterprobleme zu vermeiden. Ich habe nach Empfehlung dazu die Polenta von Alnatura verwendet, da sie außerdem noch einen relativ geringen Fettanteil hat, was der Schaumstabilität gut tut.
Das Rezept wurde mit dem Kleinen Brauhelfer auf 50% High Gravity kalkuliert, so dass am Ende nach Verdünnen mit stillem Wasser 36L bei 13°P mit entsprechender Hopfung herauskommen sollten, was deutlich über der eigentlichen Ausschlagmenge des Grainfathers liegt.
Absichtliche Rezeptveränderungen sind die Erhöhung der Bittere auf 30 statt 20 IBU und eine weitere Hopfengabe in Form von 100g Citra Dolden nach Ablauf der Hauptgärung ins Gärgefäß. Versehentliche Änderung ist das Vergessen der 3% helles Caramalz.

Rezept
Stammwürze: 13°P
Bitterkeit: 30 IBU
CO2-Gehalt: 5,5 g/L

68,1% Pilsner Malz
13,6% Weizenmalz, hell
9,1% Polenta (Alnatura)
3,4% Cornflakes
3,0% Cara hell
2,8% Haferflocken (Kölln, Blütenzart)

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#1605 Goldener Oktober

Nach einer längeren Sommerpause, nach der jetzt auch wieder eine ganze Menge Platz in der Kühlung für neues Selbstgebrautes ist, geht es also endlich wieder los mit Brauen. Dieser Sud ist gleich in doppelter Hinsicht neu für mich, da er erstens mit selbst angebautem Hopfen gebraut und zweitens untergärig vergoren wird. Es soll ein schöner, goldener Erntebock werden, dessen Bitterung durch gekauften Hopfen erfolgt (die Bestimmung der Alphasäure im eigenen Hopfen ist zu aufwending). Damit der Geschmack des eigenen Hopfens aber so richtig schön zur Schau getragen wird, werde ich 5g pro Liter in den Whirlpool geben sobald er 80°C hat. Es handelt sich übrigens um Cascade.

Rezept
Stammwürze: 16°P
Bitterkeit: 33 IBU
CO2-Gehalt: 5,5 g/L

80% Pilsner Malz
20% Münchner Malz TypI

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#1604 They’re Minerals! Jesus, Marie!

Da sich das #1 Galaxy Pond Pale Ale so langsam dem Ende neigt und schön hopfige Ales zu den definitiven Favorites gehören, geht der vierte Sud wieder in diese Richtung. Inspiriert vom unglaublich leckeren 5am Saint von Brewdog (Rezept im DIY Dog veröffentlicht) haben wir diesmal ein Bier gebraut, das just for the heck of it nur Hopfensorten beinhaltet, deren Namen nach Edelsteinen oder klingen. Und das erinnerte gleich an Breaking Bad, deshalb der Name.

Rezept:
Stammwürze: 12,5°P
Bitterkeit: 30 IBU
CO2-Gehalt: 5,5 g/L

60% Pilsner Malz
15% Cara Hell
15% Münchner Malz
7% Brewferm Cara-Crystal
3% Caraaroma

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#1603 Molle Strikes Back

Dieser Sud ist ein Tribut an die Hausbrauerei Mollenhauer, bei der ich die ersten Erfahrungen mit dem Bierbrauen sammeln durfte. Es ist an eins der Rezepte angelehnt, dürfte am Ende aber wohl am Ehesten stilistisch in Richtung Kölsch gehen. Das Rezept kommt aber ja nicht aus Köln. In Anlehnung an Mollenhauer definiere ich also mit diesem Bier den Bierstil eines „Möllsch“.

Rezept:
Stammwürze: 12°P
Bitterkeit: 32 IBU
CO2-Gehalt: 5,5 g/Liter

90% Bio Pale Ale Malz
8% Münchner Malz
2% Cara Hell

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Reisebericht: Riga 2016

Dieser Blogpost ist keinem Rezept oder Brautag gewidmet, sondern einer einwöchigen Reise nach Riga, bei der auch dem Erkunden des lokalen Bieres ordentlich Platz eingeräumt wurde.

Ganz allgemein kann vorweg gesagt werden, dass ein Besuch in Riga vergleichsweise schonend mit dem Geldbeutel umgeht: pro Nacht und Person im Hotel mit vier Sternen inklusive halbtäglicher Spa-Nutzung und Frühstücksbuffet bezahlt man ~25€. Das Hotel war dabei auch nur ca. 10 Minuten von der Altstadt entfernt, sodass fast alle Touren durch die Stadt zu Fuß zurückgelegt wurden.

Am Tag der Anreise waren wir relativ erschöpft und haben es bei einem Abendessen bei einer Pizzeria um die Ecke belassen, dazu gab es ein Alus Aldaris 1865. Das hat sehr an tschechische untergärige Biere erinnert, sehr lecker, mit angenehmer präsenter Bittere. Aldaris trägt zumindest den Namen Riga im Logo, daher nehme ich an, dass es hier gebraut wird.

Peter's Brewhouse
Peter’s Brewhouse

Am zweiten Tag haben wir die Altstadt erkundet. Neben den üblichen Sehenswürdigkeiten waren wir auch bei „Peter’s Brewhouse“, wo drei hausgemachte Biere in hübschen hölzernen Probierträgern ausgeschenkt werden. „Reisebericht: Riga 2016“ weiterlesen

#1602,5 Cider-Experiment

Einen Cider wollte ich auch schon immer mal ansetzen. Gestern hab ich’s dann getan. Er sollte eher dem Englischen Cider entsprechen und – ihr werdet’s vermuten – auch hier half das Hobbybrauerforum bei der Rezeptkonstruktion. Zum Glück hatte ich noch eine gläserne 5l Gärkanne für dieses Experiment. Wenn’s schmeckt, darf es sicher auch mal in das große Edelstahlgärgefäß, aber erstmal zum…

Rezept
Stammwürze: 10,9°P (in diesem Fall „Ist“ statt „Soll“-Angabe)
Bitterkeit: –
CO2-Gehalt: 5,5g/L

85% Bio Apfelsaft naturtrüb
15% Birnensaft
25g/L Birkenzucker (Xylitol)

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#1602 Dark Arts

Der Brautag des grandiosen zweiten Sudes ist nun zwar schon ein paar Tage (18.03.) her, aber dennoch soll er seinen Blogpost bekommen. Es handelt sich um ein Bier, das in Richtung Guinness gehen soll, also ein trockenes Irish Stout. Wiedereinmal hat das Hobbybrauerforum viel bei der Rezeptaufstellung geholfen, sodass es am Ende folgendermaßen gebraut wurde:

Rezept
Stammwürze: 10,5°P
Bitterkeit: 40 IBU
CO2-Gehalt: 4,0g/Liter

70% Bio Pale Ale Malz
25% Haferflocken (roh, zart)
5% Röstgerste

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#1601 Galaxy Pond Pale Ale

Als großer Freund hopfiger Biere wurde als erster Sud ein Pale Ale gebraut. Ich wurde durch das Hobbybrauer-Forum auf ein vielversprechendes Rezept aufmerksam gemacht, dessen Bewertungen außergewöhnlich gut aussehen. Es hat bisher aus 24 Bewertungen bei Beersmith 4,5 „Sterne“ bekommen und soll an das mir unbekannte Mirror Pond Pale Ales angelehnt sein. Das Rezept hat dort viele sehr positive Kommentare erhalten, wie z.B:“I brewed this recipe and it turned into a very tasty beer. It has a great aroma and a mild bitterness. The Galaxy Hop really adds a lot to this recipe. After just 3 days in the bottle, I opened one of the bottles so that I could see how it was doing. Now, I can’t stop sampling…“. Also erstmal das ganze in gewohnte Zahlen übertragen und dann losgebraut:

Rezept
Stammwürze: 13,4°P
Restwürze: 4,2°P
Bitterkeit: 38 IBU
CO2-Gehalt: 5,1g/Liter

90% Bio Pale Ale Malz
8% Bio Caramünch
2% Carapils

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