Von Sudnummern und Doppelsuden

Ich bin auf der Webseite eines anderen Hobbybrauers über ein viel schlaueres System der Sudnummerierung gestolpert. Anstatt der irgendwann doch anstrengenden fortlaufenden Nummerierung ab 1 bis wer weiß wo hin hat er eine zusammengesetzte Nummer aus Braujahr und des wievielten Sud des Jahres benutzt. Das gefiel mir so gut, dass ich mich entschieden habe das auch so zu machen, und zwar auch bei den bereits gebrauten Suden. Die geschriebenen Texte belasse ich aber so wie sie sind.

Außerdem bin ich in kürze stolzer Besitzer eines zweiten Gärbehälters! Ich wollte schon lange mal schauen wie es wohl wäre mal zwei Sude an einem Tag zu brauen und die ungeliebte Abschlussreinigung nur einmal durchzuführen. Das wird dann möglich sein und sobald ich es erprobt habe werde ich natürlich hier davon berichten.

#1707 Solarenergie+

Dieser Sud ist ganz ähnlich wieder Sud #6, der ja schon ziemlich lecker war. Das Rezept wurde ein wenig hier und da verändert in der Hoffnung, dass es diesmal noch besser gefällt. Es ist also wieder ein sogenanntes „Samba Pale Ale“ mit vier Getreidearten. Änderungen gab es hauptsächlich beim Hopfen, aber auch die Schüttung wurde verändert. Beispielsweise wurden die Cornflakes durch mehr Polenta ersetzt, da so keine angerissenen Polentapackungen übrig blieben. Aus ähnlichen Überlegungen wurde auch der Haferflockenanteil erhöht. Da es beim letzten mal ziemlich lecker war obwohl wir das Caramalz vergessen hatten, haben wir es diesmal einfach von vornherein weggelassen.

Rezept
Stammwürze: 13°P
Bitterkeit: 30 IBU
CO2-Gehalt: 5,5 g/L

69% Pilsner Malz
14% Weizenmalz, hell
11,8% Polenta (Alnatura)
5,2% Haferflocken (Kölln, Blütenzart)

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#1706 Mystery Bock

Der Sud mit der Nummer 1706 wird mal wieder ein untergäriger Bock. Aktuell gibt es eine sehr lange Liste an Bieren, die ich gern brauen würde, darunter die verbleibenden vier Sude der IPA-Reihe, ein spritziges Weizen für den Sommer, das viel beschworene Dark Impact und ein schönes Pils. Doch alles der Reihe nach. Nun kommt zuerst der Mystery Bock, sozusagen in geheimer Mission. Es handelt sich dabei um einen Bock, der in etwa wie der vorherige gebraut wird, mit dem entscheidenden Unterschied der verwendeten Hopfensorte. Die befindet sich nämlich sozusagen noch in der Entwicklung und wiedereinmal kommt es durch das Hobbybrauerforum zu einem hoffentlich fruchtbaren Austausch – viele User bekommen die Möglichkeit quasi als erste mit potenziellem neuen Hopfen zu brauen und der Pflanzer bekommt Rückmeldungen und Geschmacksproben, die ihm wiederum bei der Zucht helfen. Die hier verwendete Sorte trägt den Decknamen die Nummer 222 und ich habe bisher noch keinerlei Informationen, was ich von ihm zu erwarten habe. Um nur das Aroma kennen zu lernen, wird mit Magnum gebittert und 100% des mir zugekommenen Mystery Hopfens in den Whirlpool gesteckt. Aber hier das konkrete Rezept in Gänze:

Rezept:
Stammwürze: 16°P
Bitterkeit: 33 IBU
CO2-Gehalt: 5,5g/Liter

80% Pilsner Malz
20% Münchner Malz Typ 2

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Hallertauer Sorachi Ace vs US Sorachi Ace

Glücklicherweise bin ich über das Hobbybrauerforum an Sorachi Ace gelangt, der testweise in der Hallertau angebaut wurde. Im Rahmen der IPA Testreihe habe ich damit ein IPA gebraut.

Um zu vergleichen, wie sich der Hallertauer gegenüber dem US Sorachi Ace schlägt, habe ich einen Biertausch mit den Brew Dudes aus der Nähe von Boston durchgeführt. Dabei haben wir das gleiche Rezept, mit dem entscheidenden Unterschied, dass ihr Sorachi Ace aus den USA und meiner aus der Hallertau kam, gebraut. „Hallertauer Sorachi Ace vs US Sorachi Ace“ weiterlesen

#1705 Callista IPA

Das hier ist dann der zweite in der Sechser-IPA-Reihe. Wie bereits im Übersichtspost geschrieben, handelt es sich beim Callista Hopfen um eine Sorte, die erst seit 2016 auf dem Markt ist. Er soll fruchtige Noten von Orange, Mandarine, Maracuja oder Ananas ins Bier bringen (Bayrischen Landesanstalt für Landwirtschaft).

Rezept:
Stammwürze: 15,5°P
Bitterkeit: 70 IBU
CO2-Gehalt: 5,5g/Liter

92% Pale Ale Malz
8% Carahell

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#1704,5 Sorachi Ace Cider

Wieder ein Sud mit einer halben Nummer, wieder ein Cider. Da ich leider aus Zeitgründen doch diese Woche keinen Brautag schaffe, habe ich einen anderen Weg gefunden um das Gärfass nicht ungenutzt stehen zu lassen – und das auch noch bei minimalem Reinigungsaufwand.

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Ein Jahr Grainfather – Zwischenfazit

Nach einem Jahr und zehn Suden mit dem Grainfather möchte ich in diesem Beitrag meine Erfahrung mit dem Gerät darlegen und auch gleichzeitig ein paar Tips für den Umgang mit dem guten Stück geben.

Allgemein
Endlich nicht mehr selbst rühren, das war einer der Hauptgründe, dass ich mich für den Grainfather entschieden habe. Die Pumpe, die da an meiner Stelle arbeitet, habe ich glücklicherweise in der ganzen Zeit auch noch nie verstopft, ein Problem das ich bei meinem Praktikum bei der Hausbrauerei Mollenhauer bei einem damaligen Modell von Speidels 50L Braumeister miterleben konnte. Das Konzept mit dem Malzkorb ist sicher im Grunde vom Braumeister abgekupfert, funktioniert aber dennoch tadellos (hier wird das Wasser andersherum durch das Malz bewegt). Im Endeffekt führt das auch zu einem Gerät, das sich platzsparend lagern lässt, und keine weiteren Gefäße zum Läutern erfordert. „Ein Jahr Grainfather – Zwischenfazit“ weiterlesen

#1704 Hallertauer Sorachi Ace IPA

Mit diesem Sud beginnt dann die Sechser-IPA-Reihe. Der Hallertauer Sorachi Ace ist, wie bereits im Übersichtspost geschrieben, eine eigentlich nicht existente Hopfensorte, da sie offiziell nicht in Deutschland angebaut wird. Das „Original“ aus den USA soll aber ein ganz spezielles Aroma ins Bier bringen, nämlich „starkes Lemonaroma, Kokos“ (HdW) oder „Kinderpunsch, Litschi, überreife Orange, Orange, Ingwer, Zitronengras“ (Barth-Haas).

Rezept:
Stammwürze: 15,5°P
Bitterkeit: 70 IBU
CO2-Gehalt: 5,5g/Liter

92% Pale Ale Malz
8% Carahell

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#1703 Prittbräu

Dieser Sud wurde mit ein paar Freunden gebraut, die sonst nicht mitbrauen. Der ungewöhnliche Name ist an einem von ihnen ausgerichtet. Das Bier ist aber eigentlich eher ein Pale Ale, wobei es schwierig ist es hier in eine klassische Schublade einzusortieren. Die Schüttung ist eher englisch gehalten, während Hopfen und Hefe aus den USA stammen.

Zu diesem Rezept wurde ich inspiriert, als ich auf der Berlin Beer Week 2016 in einem teilnehmenden Lokal ein richtig leckeres Bier probieren durfte und anschließend mit dem bereits angetrunkenen (polnischen?) Brauer übers Rezept sprechen konnte. Da die Angaben recht wage wahren („viel hiervon, ein bisschen davon, …“) habe ich einfach mal geschätzt, wie es vlt. gewesen sein könnte. Das Ergebnis ist dann folgendes:

Rezept:
Stammwürze: 12,5°P
Bitterkeit: 35 IBU
CO2-Gehalt: 5,0g/Liter

75% Maris Otter Malz
20% Weizenmalz
5% Crystal Malz (low color)

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India Pale Ale Testreihe

Um ein paar mehr Hopfensorten kennenzulernen werden demnächst sechs Sude IPAs gebraut werden, deren Rezeptur sich in allen Bereichen außer dem Hopfen gleichen. Dabei habe ich versucht ausschließlich Single Hop Biere zu planen, was manchmal aber an der Verfügbarkeit des Hopfen scheiterte. Außerdem habe ich teilweise die geplanten Hopfengaben verändert, nachdem der Hopfen bereits bestellt wurde, was nun in unterschiedlichen Mengen „Resthopfen“ resultierte. Da ich da aber keine Lust auf übrigen Hopfen habe, werden entsprechend die Whirlpool- und Stopfhopfenmengen erhöht.

Die Hopfensorten sind…
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