#1808 Ein Märzen

Mit dem Brautag im April zwar verspätet hatte ich dennoch Lust mal ein Märzen zu brauen. Als Basisrezept habe ich auf Michas OG Märzen zurückgegriffen, dabei aber einige Parameter verändert. So hatte ich beispielsweise nicht die richtigen Mengen Münchner Malz da und habe es durch Maris Otter das noch da war ersetzt und. Darüber hinaus habe ich die Magnum-Bittergabe weggelassen und stattdessen die Spalter Select-Aromagabe erhöht. Damit das ganze etwas leichter wird habe ich auf 13°P statt auf 14°P kalkuliert und zu guter Letzt wurde die untergärige W34/70 statt der Danstar Nottingham verwendet.

Dies ist der erste Sud auf meiner eigenen Anlage seit ich aus Irland zurück bin. In der Zwischenzeit bin ich zur Rezeptkalkulation vom kleinen Brauhelfer auf Beersmith umgestiegen. Dementsprechend muss ich mich erstmal herantasten wie viel Brewhouse Efficiency ich für meine Berechnungen benötige. Außerdem habe ich mich mit Brew’n’Water vertraut gemacht und den Maische PH Wert mit Milchsäure auf 5,3 eingestellt, was die Sudhausausbeute ebenfalls nach oben korrigiert.

Rezept
Stammwürze: 13°P
Bitterkeit: 28 IBU
CO2-Gehalt: 5,5g/L

43% Wiener Malz
21% Münchner I
22% Pilsner
8% Maris Otter
6% Carahell

Eiweißrast 55°C für 10min
Maltoserast 63°C für 45min
Verzuckerungsrast 72°C für 20min
Abmaischen 78°C für 10min

Hopfenkochen 90min
Hallertauer Perle (8%AA) 19IBU Vorderwürzehopfung
Spalter Select (5%AA) 9IBU 10min
Hefenahrung 0,1g/L 10min
Irish Moss 0,1g/L 10min

Hefe: Saflager W34/70

Wasserprofil in ppm: Ca 34,5; Mg 8; Na 7,3; K 0,8; HCO3 105; CO3 0,1; SO4 32,5; Cl 12,1; NO3 9,6 – mit Milchsäure auf Maische-PH 5,3 eingestellt.

Brautag
Dieser Brautag verlief recht entspannt. Auffällig war für mich das extrem schnelle läutern das schon nach ca 10-15min durch war. Trotzdem war die Sudhausausbeute deutlich besser als gewohnt (70% statt der erwarteten ~62%), was ich auf den Maische-PH zurückführe.

Gärung und Lagerung
Angestellt wurde bei 10°C, nach zwei Tagen wurde für zwei Tage auf 11°C erhöht. Anschließend wurde auf 17°C erhöht. Nach Ende der Hauptgärtung wird bei 5°C gelagert. Es soll zum Herbst getrunken werden, ich werde aber bestimmt auch schon vorher probieren.

Verköstigung

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