Flaschenpost Hausmate

Mate Eistee ist eins meiner liebsten Erfrischungsgetränke. Deswegen, und weil ich während meines Auslandsaufenthaltes in Irland nur schwerlich an dieses geliebte Getränk herankommen konnte, habe ich meine eigene Mate in Experimenten entwickelt. Der erste Schritt war dabei Rezepte zu googlen und nachzubrauen. Von einem netten Ausgangsrezept aus habe ich dann ein bisschen mit den Mengenverhältnissen und den Zutaten variiert. Mit dem letzten Experiment bin ich besonders zufrieden und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass ich für’s erste bei folgendem Rezept bleiben werde (auch wenn ich sicher demnächst mal ein Mateexperiment mit Hopfen machen werde). Dabei ist zu beachten, dass diese Art der Zubereitung Kegs und eine CO2 Anlage voraussetzt. Will man ohne diese Dinge die eigene Mate machen, so muss man stattdessen ein Konzentrat ansetzen und es zum Servieren entsprechend mit Sprudelwasser vermengen.

Die alles entscheidende Zutat ist meiner Erfahrung nach der konkrete Matetee den man als Basis verwendet. Die können sich tatsächlich erheblich von einander unterscheiden. Nach einigen Experimenten gefällt mir der Pajarito Yerba Mate Elaborada aus Paraguay ganz gut. Neben der Mate hab ich auch mit unterschiedlichen Zitrusfrüchten, Zuckerarten und Guarana herumprobiert. Bis jetzt gefällt mir aber das folgende simple Rezept am besten.

Rezept für 18L Mate Eistee:
ca. 17-18L Wasser
180g Matetee
500g Haushaltszucker
250ml Zitronensaft

Zubereitung
Das Wasser aufkochen und den Zucker darin auflösen. Anschließend das Wasser auf 80°C abkühlen lassen und dann den Matetee in einem Teebeutel oder ähnlichem für etwa 10 Minuten ziehen lassen. Dann wird die Flüssigkeit in ein saubres Keg gefüllt und verschlossen. Während des Abkühlens entsteht ein Unterdruck, daher schließe ich hier schon meine CO2 Flasche an. Wenn die Temperatur etwa Zimmertemperatur erreicht hat kann man den Zitronensaft hinzufügen und das Fass zum vermengen schütteln. Dann wir das Fass kaltgestellt und zwangskarbonisiert.

Wie bei Bier, ist es auch bei diesem Eistee interessant, wie das verwendete Wasser das Endprodukt beeinflusst. Mir hat es ganz gut gefallen, wenn ich in dem mineralstoffarmen, weichen Wasser das ich verwendet habe, den Chloride-Anteil etwas erhöht habe.

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