#1715 Göttinger IPA

Es gibt eine große Anzahl an Subkategorien des beliebten India Pale Ales. Da sind englische, amerikanische, belgische, helle, dunkle, doppelte und dreifache, und die meisten haben auch noch weitere Unterkategorien wie man am amerikanischen Westcoast-, Eastcoast- oder dem New England IPA sehen kann.
Da dachte ich mir, warum eigentlich nicht mal ein IPA entwerfen, dass zu dem Ort gehört, in dem ich lebe und braue. Ich bin ein großer Freund verschiedener Westcoast IPAs, weshalb die Hopfengaben daran angelehnt sind. Anstelle der beliebten fruchtigen typischen Hopfensorten dieses Stils will ich es aber mit den deutschen Hopfensorten Spalter Spalt und Spalter Select einbrauen. Für den regionalen Bezug werden darüber hinaus ein paar leckere Kräuter beigegeben, die zwar nicht nur in der Nähe Göttingens wachsen, aber doch auch. Es handelt sich dabei um Blüten von Schafgarbe, Mädesüß, Heide und Holunder
Vom Maischeprogramm her soll es trotz der höheren Stammwürze eher schlanker werden und als Hefe habe ich eine deutsche Kölschhefe ausgewählt.
Die Diskussion im Hobbybrauerforum zu diesem Rezept befindet sich hier.

Rezept:
Stammwürze: 16°P
Bitterkeit: 50 IBU
CO2-Gehalt: 5,5g/L

90% Pilsner Malz
5% Carapils
5% Haferflocken (zart)

Einmaischen bei 55°C
Maltoserast 64°C für 30min
Kombirast 67°C für 20min
Verzuckerungsrast 72°C für 20min
Abmaischen 78°C für 10min

Hopfenkochen 90min
Spalter Select 15% als Vorderwürzehopfung
Spalter Spalt 15% als Vorderwürzehopfung
Spalter Select 10% 30min vor Kochende
Spalter Spalt 10% 30min vor Kochende
Spalter Select 10% 10min vor Kochende
Spalter Spalt 10% 10min vor Kochende
0,1g/L Schafgarbenblüten, 4g/L Holunderblüten, 6g/L Mädesüßblüten, 8g/L Heideblüten 5min vor Kochende
Spalter Select 15% 5min vor Kochende
Spalter Spalt 15% 5min vor Kochende

Whirlpool 30min bei 80°C
5g/L Spalter Select
7g/L Spalter Spalt
0,1g/L Schafgarbenblüten
4g/L Holunderblüten
6g/L Mädesüßblüten
8g/L Heideblüten

Hefe: Safale K-97, vergoren bei 15°C Umgebungstemperatur im Keller.

Brautag:
Besonders auffällig war die schiere Menge an getrockenten Blüten, die in diesem Sud zum Einsatz kamen. Um sicherzustellen, dass die Pumpe nicht verstopft wird, wurde der Malzkorb, wie von David Heath erklärt, als Hop Spider verwendet.
Da die Sudhausausbeute besser als erwartet war, landeten wir am Ende übrigens bei 17,5°P, also ein bisschen höher als geplant. Um die Bittere aber nicht zu verringern, haben wir uns aber gegen Verdünnen nach dem Kochen entschieden.

Gärung und Lagerung:
Das Bier hatte etwa 2 Wochen Zeit bei 15°C zu gären und war dann ausgegoren.

Verköstigung:
Folgt noch.

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