#1714 Rubamel

Bei diesem Ansatz wird, wie vor kurzem schonmal, auf Honig als Hauptzutat neben Wasser zurückgegriffen. Insbesondere auf englischsprachigen Portalen findet man einige vielversprechende Berichte von Kombinationen mit verschiedensten Zutaten, von Obst und Gemüse bis zu Gewürzkombinationen. Beeren scheinen allgemein sehr beliebt zu sein und meine Lieblingsbeere ist die Himbeere. Deswegen, und weil man Himbeeren sehr gut tiefgefroren im Supermarkt bekommen kann, wurde sie ausgewählt. Übrigens haben viele dieser Kombinationen eigene Namen, Met mit Himbeeren heißt Rubamel. Zur Vorbereitung dieses Ansatzes habe ich neben den Onlinequellen auch noch das Buch “The Compleat Meadmaker” von Ken Schramm zu Rate gezogen.

An den Honig für diesen Ansatz kam ich sehr günstig heran. Ich habe auf dem örtlichen Wochenmarkt einen Imker angesprochen, ob man Honig auch in größeren Gebinden als 500g Gläsern bekommen könnte, was er aktuell leider verneinen musste, da bereits der ganze Honig dieses Jahres durch war. Glücklicherweise hatte er noch einen Eimer mit ca 14kg Frühlingshonig, der auf ihn den Eindruck machte, als würde er angären. Diesen hat er mir sehr kostengünstig überlassen und ich habe keine Anzeichen von Gärung, weder im optisch oder im Geruch noch im Geschmack finden können. Zur Sicherheit habe ich trotzdem hier eine Hefe verwendet, die in der Lage ist wilde Hefen zu unterdrücken.

Die verwendeten Himbeeren sind tiefgekühlt von Rewe und wurden meinerseits nicht weiter behandelt. Durch die Kälte werden die Zellen aufgebrochen und es geht mehr von der Himbeere in den Rubamel über.

Rezept:
Für ca 18L
12L Wasser
6kg Honig
4,1kg Himbeeren, tiefgekühlt
Hefenahrung nach Anweisung für Wein
1x 7gPk Bioferm Hefe “Killer”

Ergab: 26,5°P vor der Zugabe der Beeren, wenn man den Inhaltsstoffen der Himbeeren auf den Packungen glauben darf wird sich dies durch die Beeren auf ca 30°P erhöhen (das ist natürlich schwer zu messen, da der Zucker nicht sofort bei Beigabe in Lösung geht, die Hefe aber schon anfängt zu arbeiten).

Brautag
Der Honig und die Hefenahrung wurden in das (lauwarme) Wasser geschöpft und anschließend habe ich mit dem Grainfather Whirlpool Paddle an einer kleinen Bohrmaschine ordentlich durch den Ansatz gedreht bis der Honig sich aufgelößt hat. So intensives Rühren hat auch den Vorteil, dass die Hefe dann ausreichend Sauerstoff vorfindet um sich gut zu vermehren. Anschließend habe ich die Himbeeren, die bis dahin etwa drei Stunden Zeit zum Antauen hatten, dazu gegeben und noch ein paar Runden mit dem Whirlpool Paddle gedreht. Man konnte richtig sehen, wie der Saft aus den Beeren den Ansatz schnell schön rot färbte. Abschließend wurde die rehydrierte Hefe hinzugegeben.

Gärung und Lagerung
Die Gärung verläuft bei 19°C Zimmertemperatur und der Ansatz wird gelegentlich aufgeschüttelt um CO2 auszutreiben.

Verköstigung

 

 

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