Test: IPA in Flaschen mit und ohne CO2-Vorspülung

Da man mit der Beergun beim Flaschenbefüllen die Flasche mit CO2 spülen kann bevor man sie mit Bier befüllt und dann nochmal bevor man die Flasche verkorkt, haben wir mal einen kleinen Test gemacht. Wir haben eine Flasche des Hallertauer Sorachi Ace IPA abgefüllt ohne die Flasche mit CO2 zu behandeln und jetzt 5 Monate später im Vergleich verköstigt. Dabei wollten wir feststellen, wie es sich auswirkt, wenn unser hopfengestopftes IPA über so einen langen Zeitraum mit normaler sauerstoffhaltiger Luft abgefüllt wurde (zum Einfluss von Sauerstoff aufs Bier hier ein Artikel des Braumagazin).

Dabei ist kritisch anzumerken, dass unser Test nicht methodisch einwandfrei ist. Die Flaschen hatten zwar die ganze Zeit über die gleichen Lagerungsbedingungen von ca 4-5°C, da wir aber nur zu zweit verköstigt haben und beide keine Sommeliere sind, sind unsere Geschmackseindrücke wahrscheinlich nicht repräsentativ. Außerdem wurde leider nicht sichergestellt, dass die beiden zurückbehaltenen Flaschen direkt nacheinander abgefüllt wurden (so kann es beispielsweise sein, dass eine der Flaschen mehr Trübstoffe abbekommen haben könnte). Eine allgemeingültige Aussagekraft dieses kleinen Tests darf also bezweifelt werden. Es hat uns trotzdem Spaß gemacht und hier ist unser Ergebnis:

Der deutlichste Unterschied ist, dass das Bier ohne CO2-Spülung erheblich dunkler ist. Selbstkritisch müssen wir aber einräumen, dass es auch möglich sein könnte, dass sich dabei auch um Trübstoffe handeln könnte. Vom Aroma und Geschmack her unterschieden sich die beiden Flaschen nur leicht. Gemeinsam hatten sie, dass nach der langen Lagerung dieses IPAs der Eindruck von Pina Colada stärker im Vordergrund stand als zu früheren Probierzeitpunkten. Wir beide empfanden Geruch und Geschmack bei der Flasche ohne CO2 Spülung ein bisschen intensiver.

Und hier noch ein Foto, die Unterschiede in der Schaumkrone sind dem unterschiedlich schwungvollen Einschenken geschuldet:

links mit, rechts ohne CO2-Spülung

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