#1708 Saphirweizen

Es wird mal wieder Zeit für ein Weizenbier. Es passt gut zu den Temperaturen in dieser Jahreszeit und braucht glücklicherweise nur ganz kurz bis es reif ist. Meine bisherigen Weizenversuche zielten darauf ab besonders bananige Biere zu erzeugen, wobei die Rezepte dann auf dem Triticum Wormatia basierten. Diesmal sollte es ein bisschen ausgewogener zwischen Nelke und Banane sein und zum Glück gibts im Braumagazin einen sehr guten Artikel darüber, wie man hier was erreicht.

Rezept
Stammwürze 13°P
Bitterkeit: 18 IBU
CO2-Gehalt: 8,0 g/L

60% Weizenmalz, hell
25% Pilsner Malz
10% Münchner Malz II
5,0% CaraWheat

Einmaischen bei 40°C
Weizenrast bei 45°C für 15min
Eiweißrast bei 57°C für 5min
Maltoserast bei 63°C für 35min
Verzuckerungsrast bei 72°C für 35min
Abmaischen bei 78°C

Hopfenkochen 90min
Saphir 72% als Vorderwürzehopfung
Saphir 14% 10min
Saphir 14% 5min

WYEAST #3068 – bei ca. 20°C

Hefe aus Schneider Weisse Tap7 – bei ca. 20°C

Das Brauen
Der Brautag selbst verlief ohne größere Vorfälle und nach Plan. Beim Kochen stellten wir immer mal wieder fest, dass einige Proteine an der Heizplatte angebacken waren, aber wir erwarten dass das wenig Auswirkungen hat. Probleme gab es erst, als die Hefe leider nicht ankommen wollte. Da das Smackpack, das ich seit Erhalt für ca 2 Monate bei 4-6°C gelagert hatte, sich sehr wenig bis garnicht aufblähte, untersuchte ich etwa 30 Stunden nach Hefegabe den Sud und musste feststellen, dass die Gärung ausblieb. Als Notfallhefe habe ich dann 5 Flaschen Schneider Tap7 in Gänze dem Sud beigefügt.

Gärung bis Lagerung
Abseits des oben bereits genannten Problems mit der Hefe gibt es hier nicht viel zu erzählen. Das Bier wird nach Ende der Hauptgärung noch die Nachgärung in Flaschen für etwa 1-2 Wochen durchmachen und dann kann man es eigentlich schon fast trinken. Damit die feinen Aromen der Hefe noch vorhanden sind, lässt man Weizenbieren in der Regel wenig Zeit für die Reifung.

Verköstigung
Dieser Sud musste leider entsorgt werden. Ob es am leichten Anbrennen lag, oder vielleicht auch daran, dass die Hefe nicht ankommen wollte und dadurch anderen Organismen das Wachstum ermöglicht hat, kann ich nicht sagen. Das Bier hatte zwar die typischen Weizenaromen von Nelke und Banane, dazu kam aber ein überaus unangenehmer Geschmack, den ich als unpassend röstig, brenzlig beschreiben würde, aber nicht wie bei einer normalen Dosierung Röstmalz. Echt schade.

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