#1707 Solarenergie+

Dieser Sud ist ganz ähnlich wieder Sud #6, der ja schon ziemlich lecker war. Das Rezept wurde ein wenig hier und da verändert in der Hoffnung, dass es diesmal noch besser gefällt. Es ist also wieder ein sogenanntes “Samba Pale Ale” mit vier Getreidearten. Änderungen gab es hauptsächlich beim Hopfen, aber auch die Schüttung wurde verändert. Beispielsweise wurden die Cornflakes durch mehr Polenta ersetzt, da so keine angerissenen Polentapackungen übrig blieben. Aus ähnlichen Überlegungen wurde auch der Haferflockenanteil erhöht. Da es beim letzten mal ziemlich lecker war obwohl wir das Caramalz vergessen hatten, haben wir es diesmal einfach von vornherein weggelassen.

Rezept
Stammwürze: 13°P
Bitterkeit: 30 IBU
CO2-Gehalt: 5,5 g/L

69% Pilsner Malz
14% Weizenmalz, hell
11,8% Polenta (Alnatura)
5,2% Haferflocken (Kölln, Blütenzart)

Einmaischen bei 68°C
Kombirast bei 67°C für 90min
Abmaischen bei 78°C

Hopfenkochen 90min
Spalter Select 57,4% als Vorderwürzehopfung
Cascade 6,5% 10min
Galaxy 10% 10min
Cascade 4,8% 5min
Galaxy 21,3% 5min
Citra Dolden 2,8g/L für 4 Tage nach der Hauptgärung gestopft

Danstar Nottingham – angestellt bei 18°C, danach im Zimmer bei 20-22°C vergoren

Das Brauen
Bei diesem Sud ist etwas ungewöhnliches passiert was uns zuvor noch nie begegnet war. In der Rezeptur wurde ja der Polentaanteil auf Kosten der Cornflakes erhöht. Gleichermaßen haben wir die Schüttung ordentlich vermischt bevor eingemaischt wurde. Das Unerwartete war dann, dass einige der feinen Polentakrümel es durch die kleinen Löcher im Malzkorb geschafft haben. Das hat zum einen dazu geführt, dass der obere Malzkorbeinsatz beim Läutern locker 10-15cm über dem Rest der Schüttung hing und zum anderen dazu dass beim Heizen zum Hopfenkochen teilweise dicke Polentaklumpen aufstiegen. Auch hinterließ dieser Sud dunklere Spuren über dem Heizelement als es normalerweise der Fall ist.
Schlussendlich ist aber trotzdem die Sudhausausbeute mit 66% vollkommen in Ordnung und ein Blausud ist es auch nicht geworden. Also hats eigentlich nur die nervliche Anspannung erhöht. Bei erneutem Brauen würde ich aber entweder darauf achten, dass die Polente oben auf den Rest der Schüttung kommt und/oder ihren Anteil an der Schüttung wieder verringern. Eventuell sind Maisflocken dann doch die bessere Wahl fürs Handling in einem Malzkorbsystem.

Gärung bis Lagerung
Schon nach wenigen Stunden war die Hefe deutlich akti. Sobald die Hauptgärung vorbei ist wird gestopft.

Verköstigung
Dieses Bier war frisch wirklich extrem lecker. Passend zum Sommer schlank und gefährlich gut trinkbar mit sehr leckeren Hopfennoten von verschiedenen (teilweise exotischen) Früchten. 5/5.

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