#1705 Callista IPA

Das hier ist dann der zweite in der Sechser-IPA-Reihe. Wie bereits im Übersichtspost geschrieben, handelt es sich beim Callista Hopfen um eine Sorte, die erst seit 2016 auf dem Markt ist. Er soll fruchtige Noten von Orange, Mandarine, Maracuja oder Ananas ins Bier bringen (Bayrischen Landesanstalt für Landwirtschaft).

Rezept:
Stammwürze: 15,5°P
Bitterkeit: 70 IBU
CO2-Gehalt: 5,5g/Liter

92% Pale Ale Malz
8% Carahell

Einmaischen bei 60°C
Kombirast bei 67°C für 70min
Abmaischen bei 78°C

Hopfenkochen 75min
Callista 20% als Vorderwürzehopfung
Callista 40% 10min
Callista 40% 5min
5g/L Callista in den Whirlpool bei 80°C für 30min
Kalthopfung 8g/L Callista für 4 Tage

Hefe: Safale US-05

Das Brauen:
Aufgrund ein paar Probleme beim Brauen musste das Rezept ein wenig umgestellt werden. Ich muss wohl den Pumpfilter bei Kochbeginn mit dem Braupaddel gelöst haben, sodass wir diesen Sud nicht aktiv kühlen konnten und eine längere Nachisomerisierung einplanen mussten. Da zu dem Zeitpunkt die erste Hopfengabe bereits in der Vorderwürze gelandet war, mussten wir die prozentuale Verteilung der Hopfengaben verändern, sodass die Hopfengaben im Endeffekt wie folgt gegeben wurden:

Callista 24% als Vorderwürzehopfung
Callista 38% 10min
Callista 38% 5min
7g/L in den Whirlpool bei 80°C für 30min

Dabei haben wir die Menge im Whirlpool erhöht, damit nach dem Sud keine Callista-Reste übrig sind.

Aus unserem Fehler mit dem Pumpfilter ergab sich leider auch, dass wir die Würze nicht nur nicht kühlen, sondern auch nicht ins Gärfass pumpen konnten. Stattdessen haben wir ein feines Edelstahlsieb auf dem Gäreimer platziert und die Würze Stück für Stück rüber geschöpft. Da sich zu diesem Zeitpunkt etwa 400g Hopfendolden darin befanden, war das nicht ganz leicht, aber es ging mit regelmäßigem Ausquetschen und Ausleeren des Siebes.

Gezwungenermaßen wurde dieser Sud also über Nacht abgekühlt. Erst am nächsten Tag haben wir dann die US-05 rehydriert und mit der Würze zusammengeführt.

Die Sudhausausbeute lag außerdem wieder etwas niedriger als erwartet, und wir landeten bei 14,7°P.

Gärung und Lagerung:
Bei ca 20°C Zimmertemperatur befindet sich das Callista IPA nun in der Gärung. Hopfengestopft wird es aufgrund der puren Menge an Doldenhopfen nicht mit den Edelstahlfiltern. Stattdessen werden wir wieder auf Hopfensäckchen zurückgreifen, die wir an Bierkrüge binden.

Verköstigung:
Die letzte Flasche ist nun schon etwas länger ausgetrunken und ich habe mir leider keine Notizen zu diesem Bier gemacht. Es ist mir aber als ein richtig leckeres IPA in Erinnerung geblieben und mir fällt nichts mehr ein, was ich zu beanstanden gehabt hätte. Der Callista ist tatsächlich ein wunderbarer Hopfen für diesen Bierstil und wird in Zukunft wieder Verwendung finden. 5/5 Punkte.

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