#1704,5 Sorachi Ace Cider

Wieder ein Sud mit einer halben Nummer, wieder ein Cider. Da ich leider aus Zeitgründen doch diese Woche keinen Brautag schaffe, habe ich einen anderen Weg gefunden um das Gärfass nicht ungenutzt stehen zu lassen – und das auch noch bei minimalem Reinigungsaufwand.

Nachdem also das #10 Hallertauer Sorachi Ace IPA fertig mit der Kalthopfung war, wurde es ins Keg gefüllt und nur der Ablaufhahn des Gärfasses gereinigt. Auf den Hefesatz und den Stopfhopfen (etwa 100g Hallertauer Sorachi Ace Dolden) haben wir dann Hefenahrung und Apfelsaft gegeben.

Ich bin gespannt, was die US-05 aus dem Apfelsaft macht und ob Geruch oder Geschmack noch Spuren vom IPA zeigen werden.

Nach der Gärung werde ich den Geschmackstest machen und überprüfen ob und ggf. wieviel Birkenzucker ich diesem Cider beisetzen möchte.

Es sind übrigens wieder 25g Birkenzucker pro Liter Cider geworden.

Verköstigung:
Relativ genau 3 Monate nachdem der Cider angesetzt wurde, wurde er verköstigt. Der geruchliche Eindruck erinnert mich sehr stark an das Sorachi Ace IPA, ich bin beeindruckt, dass der Hopfen so deutlich zu vernehmen ist, auch wenn er schon einen ganzen Sud IPA gestopft hatte. Geschmacklich ist er auch sehr interessant und hat nur wenig mit klassischem Cider gemein. Hier ist auch das kokosige überraschend intensiv zu schmecken und erweckt mit der Säure des Apfelsaftes kombiniert, interessante Assoziationen. Möglicherweise durch sein milchiges Erscheinungsbild beeinflusst, wurde mir Rückgemeldet, der Cider wirkte “sahnig”, “als wäre da Kokosmilch drin” bis hin zu “Pina Colada”. Ungewöhnlich aber lecker. Ich bin gespannt, wie sich so ein Experiment mit anderen Hopfensorten wohl machen würde…

Gesamtbewertung: 4/5

Etikett

Kommentar verfassen