#1703 Prittbräu

Dieser Sud wurde mit ein paar Freunden gebraut, die sonst nicht mitbrauen. Der ungewöhnliche Name ist an einem von ihnen ausgerichtet. Das Bier ist aber eigentlich eher ein Pale Ale, wobei es schwierig ist es hier in eine klassische Schublade einzusortieren. Die Schüttung ist eher englisch gehalten, während Hopfen und Hefe aus den USA stammen.

Zu diesem Rezept wurde ich inspiriert, als ich auf der Berlin Beer Week 2016 in einem teilnehmenden Lokal ein richtig leckeres Bier probieren durfte und anschließend mit dem bereits angetrunkenen (polnischen?) Brauer übers Rezept sprechen konnte. Da die Angaben recht wage wahren (“viel hiervon, ein bisschen davon, …”) habe ich einfach mal geschätzt, wie es vlt. gewesen sein könnte. Das Ergebnis ist dann folgendes:

Rezept:
Stammwürze: 12,5°P
Bitterkeit: 35 IBU
CO2-Gehalt: 5,0g/Liter

75% Maris Otter Malz
20% Weizenmalz
5% Crystal Malz (low color)

Einmaischen bei 64°C
Kombirast bei 66°C für 70min
Abmaischen bei 78°C

Hopfenkochen 70min
Chinook 20% 45min
Simcoe 15% 10min
Chinook 15% 10min
Simcoe 30% 5min
Chinook 20% 5min
1,5g/L Chinook und 2,56/L Simcoe in den Whirlpool bei 80°C für 30min
Kalthopfung 3g/L Chinook und 3,5g/L Simcoe für 3 Tage nach Gärende

Hefe: Safale US-05

Das Brauen
Mal wieder ein unauffälliger Brautag. Das was erwähnenswert sein könnte, ist eventuell der Vorgang der Whirlpoolhopfung mit Pellets im Grainfather. Das 300micro Mesh hat sich nämlich extrem mit Hopfen zugesetzt, so dass ich auf jeden Fall nochmal bei einem kommenden Sud ausprobieren werde ohne extra Hopfenfilter im Grainfather zu brauen. Möglicherweise hat es ja schon gereicht, die Kugel und Feder aus dem Hahn zu entfernen, um einen ausreichenden Pumpfluss zu gewährleisten.
Durch eine ungewohnt niedrige Sudhausausbeute beschert dieser Sud eine verminderte Ausschlagmenge, was entsprechend die tatsächlichen IBU auf ca 40 erhöht.

Gärung bis Lagerung
Die US-05 kam bei 20-21°C soweit ruckzuck an und am Gärröhrchen riecht es auch schon am zweiten Tag richtig gut und intensiv hopfig. Nach einer Woche Gärzeit wurde dann der Hopfen in Pelletform einfach hineingeworfen, da so die Aromaausbeute etwa 60% höher sein soll.

Verköstigung
Folgt noch…

Etikett

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