#1702 Galaxy Pond Pale Ale – ESB Edition

Das Galaxy Pond Pale Ale aus dem Jahr 2016 war so ein leckeres Bier, dass es dieses Jahr auch gebraut werden sollte. Das Rezept ist im Grunde das gleiche, es gibt jedoch ein paar Veränderungen. Zum einen wurde die Hopfenmenge leicht erhöht und zum anderen wird eine andere Hefe verwendet. Die WLP002 hatte einen sehr guten Job gemacht, aber aus verschiedenen Überlegungen wollten wir diesmal mit einer Trockenhefe arbeiten. Auf verschiedenen Webseiten wurde zum Markteintritt der Danstar London ESB 2016 gemutmaßt, dass es sich hierbei um den gleichen Hefestamm handeln würde, was jedoch widerlegt wurde. Dennoch haben die Diskussionen Interesse an dieser Hefe geweckt und so soll sie mal an den nächsten Sud Galaxy Pond Pale Ale.

Rezept:
Stammwürze: 13,4°P
Bitterkeit: 43 IBU
CO2-Gehalt: 5,1g/Liter

90% Pale Ale Malz
8% Caramünch
2% Carapils

Einmaischen bei 54°C
Kombirast bei 67°C für 60min
Abmaischen bei 67°C

Hopfenkochen 90min
Cascade 25% 60min
Cascade 15% 10min
Cascade 10% 5min
Galaxy 20% 5min
Cascade 30% 0min
Kalthopfung 2g/Liter Galaxy für 3 Tage nach Gärende

Danstar London ESB Yeast

Das Brauen
Es war ein relativ unauffälliger Brautag ohne besondere Vorkommnisse. Aufgrund des unaufwändigen Maischeprogramms ging es relativ flott.

Gärung bis Lagerung
Das Bier wurde bei einer Zimmertemperatur von 20°C mit rehydrierter Hefe angestellt. Weitere Details folgen sobald die Gärung abgeschlossen ist.

Verköstigung
Das Farbe des Bieres geht in Richtung mattem, rötlichem Bernstein. Der Geruch trägt angenehme Hopfenaromen mit sich, gleichzeitig riecht es aber auch leicht malzig und hat noch eine Gewürznote, die ich leider nicht näher benennen kann. Im Geschmack wird deutlich, dass es sich vom #01 Galaxy Pond Pale Ale unterscheidet und die Hefe deutliche Spuren hinterlassen hat. Zum einen ist das Bier süßer und zum anderen sind die Hopfenaromen deutlich weniger zu schmecken, trotzdem hat es eine fruchtige Komponente. Da ich dieses Bier beim probieren unweigerlich in Relation zum Originalsud gesetzt habe wurde ich leider enttäuscht: So schmeckt es nicht. Wie sagt man so schön: Der Brauer macht die Würze, die Hefe macht das Bier. Und so zeigt dieses kleine Hefewechselexperiment, dass die Unterschiede groß sind. Dieses Bier ist ein gutes Bier, aber mit anderem Charakter als das Originalrezept. Erwartet man einen Klon, ist man enttäuscht – gibt man diesem Bier aber die Chance für sich zu stehen, so hat man doch etwas sehr leckeres im Glas. Von dieser Seite gibt’s 4 von 5 Sternen.

 

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