#1604 They’re Minerals! Jesus, Marie!

Da sich das #1 Galaxy Pond Pale Ale so langsam dem Ende neigt und schön hopfige Ales zu den definitiven Favorites gehören, geht der vierte Sud wieder in diese Richtung. Inspiriert vom unglaublich leckeren 5am Saint von Brewdog (Rezept im DIY Dog veröffentlicht) haben wir diesmal ein Bier gebraut, das just for the heck of it nur Hopfensorten beinhaltet, deren Namen nach Edelsteinen oder klingen. Und das erinnerte gleich an Breaking Bad, deshalb der Name.

Rezept:
Stammwürze: 12,5°P
Bitterkeit: 30 IBU
CO2-Gehalt: 5,5 g/L

60% Pilsner Malz
15% Cara Hell
15% Münchner Malz
7% Brewferm Cara-Crystal
3% Caraaroma

Einmaischen bei 62°C
“Kombirast”* bei 62°C für 75min
Abmaischen bei 78°C

Hopfenkochen 90min
Topaz 10% als Vorderwürzehopfung
Pacific Jade 10% als Vorderwürzehopfung
Pacific Gem 10% als Vorderwürzehopfung
Crystal 5% 10minPacific Gem 5% 10min
Pacific Jade 5% 10min
Saphir 5% 10min
Smaragd 5% 10min
Topaz 5% 10min
Opal 5% 10min
Crystal 5% 5min
Pacific Gem 5% 5min
Pacific Jade 5% 5min
Saphir 5% 5min
Smaragd 5% 5min
Topaz 5% 5min
Opal 5% 5min
Kalthopfung Crystal, Pacific Gem, Pacific Jade, Saphir, Smaragd, Topaz, Opal jeweil 2g/L für 3 Tage nach Ende der Hauptgärung. (Ja ich weiß, absurd viel Stopfhopfen).

Wyeast #1056 American Ale bei 19°C

Das Brauen
Da das Bier bereits vor fast 2 Wochen eingebraut wurde, kann ich leider nicht mehr soo viele Details über den Brautag schreiben. Es lief alles soweit gut und auch die Hopspider tat ihren Dienst sehr gut.
Für mich neu war, dass ich diesmal die teure Hefe in einem Starter vorvermehrt habe, da die angepeilte Ausschlagmenge bei ca 34L lag. Aufgrund einer schlechten Sudhausausbeute ist das Bier dann eben doch nur bei seinen 29l geblieben. Da ein Beutel Flüssighefe von Wyeast in der Regel für 20l Würze gedacht ist, was der Starter sicherlich trotzdem eine gute Sache. Wie ein Starter funktioniert habe ich nochmal hier erfragt.

Gärung bis Lagerung
Die Gärung fand diesmal wieder in der Küche statt und war daher leicht wärmer als vom Rezept her gedacht. Durchschnittlich waren es 20°C selten vlt sogar 21°C. Ich habe erst nach 12 Tagen Zeit zum Hopfenstopfen gehabt und daher habe ich auch erst dann den Restextrakt (3,6°P) gemessen. Das entspricht einem scheinbaren Endvergärungsgrad von 71% und damit bin ich zufrieden. Also den Stopfhopfen in abgekochten Hopfensäckchen hineingegeben und nun noch bis zum Wochenende warten, damit die Flaschenabfüllung losgehen kann.

Verköstigung:
Mit hohen Erwartungen wurde dieses Bier verköstigt, auch wegen der wohlschmeckend Inspiration, die diesem Bier zumindest in der Malzschüttung zugrunde liegt. Es roch ganz gut nach fruchtigem Hopfen und der war auch zu schmecken, aber generell wirkte das Bier noch etwas unausgewogen, was womöglich auch am Zeitpunkt der Verköstigung lag (2 Wochen nach Nachgärung). Soweit ich mich erinnere wurde dies aber nur teilweise besser mit fortschreitender Lagerung, während die Aromen leider einbüßten. Insgesamt war es ein netter Versuch, dem ich im Brauhelfer immernoch 4 von 5 Sternen gegeben habe. Dennoch denke ich, dass eine Auswahl der Zutaten nach ihren Namen zwar spaßig sein kann, aber nicht unbedingt zu bestmöglichen Ergebnissen führt. Diese Mengen an teilweise schwierig zu beschaffenden Aromahopfen hat auch dazu geführt, dass dieser Sud mit Abstand das teuerste war, den ich bisher gebraut habe (beinahe 2€ pro Liter nur für Rohstoffe und Nebenkosten).

*Hier würde ich eigentlich nicht von einer Kombirast sprechen, da der Temperaturbereich eigentlich nach Maltoserast klingt. Schüttung und Maischprogramm wurden vom 5am Saint übernommen, und ich habe die Vermutung, dass auf so viel vergärbaren Zucker gemaischt wurde, weil die Menge an Spezialmalzen so hoch ist. Da mir das Ergebnis von Brewdog sehr gut schmeckt habe ich das so gelassen.

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