#1603 Molle Strikes Back

Dieser Sud ist ein Tribut an die Hausbrauerei Mollenhauer, bei der ich die ersten Erfahrungen mit dem Bierbrauen sammeln durfte. Es ist an eins der Rezepte angelehnt, dürfte am Ende aber wohl am Ehesten stilistisch in Richtung Kölsch gehen. Das Rezept kommt aber ja nicht aus Köln. In Anlehnung an Mollenhauer definiere ich also mit diesem Bier den Bierstil eines “Möllsch”.

Rezept:
Stammwürze: 12°P
Bitterkeit: 32 IBU
CO2-Gehalt: 5,5 g/Liter

90% Bio Pale Ale Malz
8% Münchner Malz
2% Cara Hell

Einmaischen bei 64°C
Maltoserast bei 62°C für 40min
1. Verzuckerungsrast bei 72°C für 20min
2. Verzuckerungsrast bei 78°C für 10min
Abmaischen bei 78°C

Hopfenkochen 90min
Hallertauer Perle 50% 90min
Hallertauer Mittelfrüh 10% 10min
Hallertauer Perle 10% 10min
Irish Moss 0,1g/L 10min
Hallertauer Perle 15% 5min
Hallertauer Mittelfrüh 15% 5min

Mauribrew Ale 514

Das Brauen:
Dieser Sud ist der erste, der mit High Gravity eingebraut wird. Das bedeutet, dass, um am Ende mehr Bier herauszubekommen, das Bier stärker eingebraut und anschließend im Gärgefäß auf die gewünschte Stammwürze (und dazu hoffentlich passend auch auf Bitterkeit etc) herunterverdünnt wird. Da die Sudhausausbeute leider etwas unter der angenommenen lag, landete es am Ende nach Verdünnen allerdings nicht bei 36,5L, sondern nur bei 33L. Damit stimmt die Stammwürze, die 32IBU werden aber sicher leicht überschritten werden.

Eine Eigenheit von Mollenhauers Bier war zwar immer, dass es naturtrüb war, aber zum Kölsch gehört fest, dass es klar ist und ich wollte auch schon immer mal ausprobieren, wie stark Irish Moss zur Klärung des Bieres beiträgt. An sich lief also, bis auf die kleine Fehlkalkulation der Sudhausausbeute, alles in Ordnung bei diesem Sud. Dieser Sud hat bis lang die größte Schüttung (von 6,7kg Malz) bei mir. Laut Herstellerangabe sollen 9kg möglich sein, es gibt aber Testberichte, die von angebrannter Würze bei entsprechenden Mengen berichten, daher wollte ich mir da erstmal nur langsam herantasten.

Gärung bis Lagerung:
Soweit unauffällig. An Details kann ich mich aber mittlerweile leider nicht mehr erinnern.

Verköstigung:
Ich habe den Sud für mich im kleinen Brauhelfer mit 3 von 5 Sternen bewertet. Auch wenn einige Freunde sehr begeistert von dem Bier waren, hat es mich persönlich nicht umgehauen. Geruchlich war es leicht süßlich und säuerlich mit spürbarer Hefe, geschmacklich aber ziemlich rein und schlank und glücklicherweise war das säuerliche wirklich nur Teil des Geruchs. Insgesamt ein recht ausgewogenes Bier, das aber meine Erwartungen nicht erfüllen konnte. Ich vermute, dass ich die falsche Hefe genommen habe und würde bei einem weiteren Versuch die untergärige von Mauribrew testen.

Ein Gedanke zu „#1603 Molle Strikes Back“

  1. Hallo…
    Ich finde die Biere interessant, die du bisher in die Welt gesetzt hast.
    Ich komme auch aus Göttingen und beschäftige mich mit dem brauen.
    Kannst mir ja mal eine Mail schreiben. Vielleicht kann man sich ja mal helfen…oder zusammen brauen.

    Bis dahin gut Sud

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