#1601 Galaxy Pond Pale Ale

Als großer Freund hopfiger Biere wurde als erster Sud ein Pale Ale gebraut. Ich wurde durch das Hobbybrauer-Forum auf ein vielversprechendes Rezept aufmerksam gemacht, dessen Bewertungen außergewöhnlich gut aussehen. Es hat bisher aus 24 Bewertungen bei Beersmith 4,5 “Sterne” bekommen und soll an das mir unbekannte Mirror Pond Pale Ales angelehnt sein. Das Rezept hat dort viele sehr positive Kommentare erhalten, wie z.B:”I brewed this recipe and it turned into a very tasty beer. It has a great aroma and a mild bitterness. The Galaxy Hop really adds a lot to this recipe. After just 3 days in the bottle, I opened one of the bottles so that I could see how it was doing. Now, I can’t stop sampling…”. Also erstmal das ganze in gewohnte Zahlen übertragen und dann losgebraut:

Rezept
Stammwürze: 13,4°P
Restwürze: 4,2°P
Bitterkeit: 38 IBU
CO2-Gehalt: 5,1g/Liter

90% Bio Pale Ale Malz
8% Bio Caramünch
2% Carapils

Einmaischen bei 54°C
Kombirast bei 67°C für 60min
Abmaischen bei 67°C

Hopfenkochen 90min
Cascade 25% 60min
Cascade 15% 10min
Cascade 10% 5min
Galaxy 20% 5min
Cascade 30% 0min
Kalthopfung 1,7g/Liter Galaxy für 3 Tage nach Gärende

WLP002 English Ale Yeast

Das Brauen
Der Brautag ist etwas länger geworden als geplant, was sicher auch damit zu tun hatte, dass es der erste Sud mit der Grainfather-Brauanlage war und wir einander erstmal kennen lernen mussten. Weil ich nach Ablauf der 60min Kombirast mit der Jodnormalität noch nicht zufrieden war, wurde das Maischeprogramm angepasst: Kombirast um 15 min verlängert und noch eine 10minütige Abmaischrast bei 75°C drauf. Das Gerät hat die Temperaturen gut gehalten und mit der Grainfather-App braucht man auch kein weiteres Gerät um die Rastdauer zu zählen. Das Läutern verlief gut und auch beim Hopfenkochen keine Probleme. Problematisch wurde es erst beim Runterkühlen/Hopfenseihen, da der Pumpfluss sich recht schnell in ein müdes Rinnsal wandelte. Ich vermute, dies hängt mit den Pellets zusammen, die den Pumpfilter verstopfen, andere Hobbybrauer haben aber festgestellt, dass das Sicherheitsventil am oberen Ende der Pumpe leicht zu verstopfen ist. Ich werde beim zweiten Sud jedenfalls eine Hop Spider verwenden und dann ggf. einen Blick ins Sicherheitsventil wagen. Nachdem das Kühlen dann also etwa zwei bis drei Stunden gedauert hatte war dann endlich das Bier mit ihrer hungrigen Hefe im Gärgefäß.

Gärung bis Lagerung
Statt der erwünschten 18°C Gärungstemperatur sind es bei mir nun 20°C. Die verwendete Hefe ist mir noch gänzlich unbekannt, daher habe ich nach einer Woche den Restextrakt (4,9°P) und dann drei weitere Tage später (4,1°P) gemessen. Auch zwei Tage später war es noch bei 4,1°P, also hinein die 1,7g/l Galaxy Hopfen und drei Tage später mit Haushaltsszucker in Flaschen gefüllt. Die Flaschen haben wir übrigens auch gleich etikettiert:

Erster Sud - Flasche mit Etikett
Erster Sud – Flasche mit Etikett

Verköstigung
Dieses Bier ist extrem lecker. Ohne zu zögern habe ich ihm 5 von 5 Sternen im kleinen Brauhelfer gegeben und ich werde dieses Bier definitiv nochmal brauen. Eventuell mit leichten Modifikationen (z.B. mal andere Trockenhefen testen, da Flüssighefen mit Startern ja immer etwas teurer sind und Mehraufwand mitbringen). Den besten Zeitpunkt hatte das Bier meiner Meinung nach etwa 3 Wochen nach der Nachgärung, also ca 4-5 Wochen nach der Hauptgärung, hauptsächlich weil danach die Hopfenaromen merklich abnahmen. Womöglich kann man diesen Zeitpunkt über größere Stopfmengen oder eine Whirlpoolgabe verzögern. Das Bier war jedenfalls von Anfang bis Ende wundervoll. Es war hopfig-fruchtig wohlriechend, mit deutlicher schwarzer Johannisbeere, was sich auch im ausgewogenen Geschmack wiederfand. Dabei war es angenehm vollmundig, nicht stopfend und balancierte Hopfen und Malz sehr wirklich sehr schön. Eins der besten Biere die ich bisher getrunken habe.

Ein Gedanke zu „#1601 Galaxy Pond Pale Ale“

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